Schönheitskorrekturen und ihre doppelte Wirkung
- Daniela Dörre
- 8. Juli 2025
- 1 Min. Lesezeit
Man schaut in den Spiegel.
Immer wieder.
Und bleibt genau dort hängen.
Diese eine Stelle,
die stört.
Die auffällt.
Die anders sein sollte.
Zumindest gefühlt.
Dieser Höcker auf der Nase.
Die Falte.
Die Lippen.
Die schiefen Zähne.
Die Hoffnung bei Schönheitskorrekturen ist oft dieselbe:
Dann würde ich mich wohler fühlen.
Sicherer.
Attraktiver.
Mehr ich selbst.
Aber stimmt das wirklich?
Oder geht es um etwas anderes?
Denn manchmal trägt man diese Gedanken
schon viele Jahre mit sich herum.

Oft hängen negative Gefühle daran.
Erfahrungen.
Kommentare.
Vergleiche.
Blicke.
Und manchmal die leise Überzeugung:
Wenn das anders wäre,
wäre vieles leichter.
Facereading kann helfen,
einen anderen Blick darauf zu bekommen.
Nicht auf das,
was verändert werden soll.
Sondern auf das,
was bereits da ist.
Denn jedes Gesicht erzählt etwas.
Von Persönlichkeit.
Von Stärken.
Von Bedürfnissen.
Von dem,
was einen Menschen ausmacht.
Manchmal wird dabei sichtbar,
dass genau das Merkmal, das jahrelang als Makel empfunden wurde,
eine ganz eigene Geschichte trägt.
Und plötzlich verändert sich etwas.
Vielleicht bleibt am Ende der Wunsch,
etwas zu verändern.
Vielleicht auch nicht.
Beides ist in Ordnung.
Doch Entscheidungen fühlen sich oft anders an,
wenn sie aus Klarheit entstehen.
Und nicht aus dem Gefühl heraus,
mit sich selbst nicht ganz richtig zu sein.
