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Dentosophie und Facereading bei Kieferproblemen

Ein Problem - zwei Perspektiven

Der Körper spricht – oft bevor wir es selbst begreifen. Besonders im Gesicht – und damit auch im Mund- und Kieferbereich - zeigt sich, was im Inneren aus dem Gleichgewicht geraten ist: emotionale Spannungen, alte Muster oder unbewusste Blockaden.


Dentosophie setzt genau dort an – sie erkennt körperliche Signale, die auf ein inneres Ungleichgewicht hinweisen, und behandelt funktionelle Störungen sanft und ganzheitlich.


Facereading blickt unter die Oberfläche – dorthin, wo Gefühle, Muster und innere Konflikte ihre Wurzeln haben.

Denn: Das Gesicht ist der Spiegel unserer Persönlichkeit und unserer seelischen Welt.


Dentosophie – ganzheitliche Zahnmedizin

Dentosophie ist mehr als eine sanfte Methode zur Kieferkorrektur. Sie versteht den Menschen als Ganzes – und betrachtet Zähne, Atmung, Haltung und Psyche als miteinander verknüpftes System.

Im Zentrum steht der sogenannte Balancer, ein myofunktionelles Gerät, das die natürliche Funktion von Zunge, Lippen, Atmung und Haltung unterstützt. Ergänzt wird es durch gezielte Übungen im Alltag.


Was diese Methode besonders macht: Sie erkennt körperliche Ungleichgewichte – etwa durch Mundatmung, Fehlhaltungen oder muskuläre Spannungen – oft lange bevor klassische Beschwerden entstehen.


Durch eine psychisch-symbolischen Betrachtung kann der Patient Hinweise auf bestimmte emotionale Themen bekommen. Beispielsweise:


  • Eckzähne (13/23, 33/43): stehen für Durchsetzungskraft – bei Fehlstellung kann sich ein innerer Konflikt mit Wut oder Abgrenzung zeigen.

  • Zähneknirschen (Bruxismus): oft Ausdruck unterdrückten Stresses oder „unzähliger Gedanken“.

  • Offener Biss: kann auf ein starkes Bedürfnis nach emotionalem Halt hinweisen.


Dentosophie kann also aufzeigen, dass es ein inneres Thema gibt – etwa eine emotionale Blockade oder ein ungelöstes Spannungsfeld, das sich durch Kieferprobleme ausdrückt.

Doch oft bleibt offen, worum es konkret geht, woher das Thema stammt – und was es innerlich in Bewegung hält.


Genau hier setzt das Facereading an.


Mit Facereading in die Tiefe der Persönlichkeit

Psycho-Physiognomik also Facereading ist eine jahrtausendealte Methode, die Persönlichkeit eines Menschen im Gesicht zu lesen – jenseits von Mimik und äußeren Fassaden. Es macht sichtbar, welche Denk- und Verhaltensmuster einen Menschen prägen, seine Bedürfnisse und welche inneren Widersprüche oder Blockaden vorhanden sind. Und nein – es hat nichts mit Wahrsagerei oder Esoterik gemein.


Was Facereading besonders wertvoll macht:

Facereading zeigt nicht nur, dass jemand unter Druck steht – sondern warum. Es deckt auf, ob es z. B. um ein überhöhtes Pflichtbewusstsein geht, ein Bedürfnis nach Kontrolle, das Gefühl, nie „genug“ zu sein oder unbewusste Loyalitäten, die hemmen.

Gerade wenn körperliche Symptome auftreten, für die es keine „objektive“ Ursache zu geben scheint, liefert das Gesicht Antworten.


Wie Dentosophie mit Facereading unterstützt wird

Die beiden Methoden sprechen eine gemeinsame Sprache: die des Körpers – und der Seele, die sich darin spiegelt. Doch während Dentosophie die körperlich-funktionellen Spannungen aufspürt und reguliert, geht Facereading den Ursachen auf den Grund.


Kinder profitieren besonders, weil sie oft noch nicht in der Lage sind, ihre inneren Empfindungen sprachlich auszudrücken – der Körper übernimmt diese Aufgabe für sie. Nicht selten werden sie auf ihr Verhalten, auf vermeintlich vererbte Anlagen oder Wunschdenken reduziert – meist in Unkenntnis über ihre wahre Persönlichkeit und ihre tief verankerten Bedürfnisse. So wird sichtbar, ob ein Kind beispielsweise unter zu viel Anpassungsdruck leidet, sich nicht gesehen fühlt oder Schwierigkeiten hat, seine Gefühle zu regulieren.


Diese Erkenntnisse geben Eltern und Behandler:innen wertvolle Hinweise, wie sie das Kind nicht nur körperlich, sondern auch emotional besser begleiten und stärken können.


Doch auch Erwachsene profitieren: Besonders bei komplexeren oder wiederkehrenden Beschwerden – wie Bruxismus, Kiefergelenksproblemen oder chronischen Verspannungen – hilft das Facereading, die ursächlichen inneren Spannungen zu erkennen. Erkennen und verstehen sind der erste wichtige Schritt für Veränderung – im Denken, im Handeln und schließlich auch im Körper.


Ein Beispiel:

Ein Patient zeigt starkes Zähneknirschen (Bruxismus). Dentosophie erkennt die muskuläre Überaktivität und bringt durch Balancer und Atemübungen Entspannung.

Facereading offenbart: Dahinter steckt ein ungelöster innerer Konflikt – etwa die Unfähigkeit, sich abzugrenzen oder das ständige Bedürfnis, Erwartungen anderer zu erfüllen.


Facereading als Ergänzung zur Dentosophie bedeutet:


  • Für Zahnärzt:innen: ein tieferes Verständnis für die psychosomatische Dimension ihrer Patienten und Unterstützung der Behandlung

  • Für Patient:innen: ein echter Perspektivwechsel – sie erleben sich nicht länger als „Symptomträger“, sondern als ganzheitlich wahrgenommener Mensch, und der Behandlungserfolg kann signifikant verbessert werden


Fallbeispiel mit Kieferproblemen

ZÄ Anita Beckmann
ZÄ Anita Beckmann

Lara (Name geändert), 42, kam mit massiven Kiefergelenksbeschwerden zur dentosophischen Behandlung. Ihre Zunge lag falsch, sie atmete durch den Mund, hatte Verspannungen im Nacken.

Der Balancer half – doch die Beschwerden kehrten in Stressphasen zurück.



Facereaderin Daniela Dörre
Facereaderin Daniela Dörre

Im ergänzenden Facereading zeigte sich: Lara war in einem inneren Daueranspruch gefangen. Sie konnte schlecht „Nein“ sagen, versuchte ständig, alles zu kontrollieren – aus Angst, nicht zu genügen.

Diese Erkenntnis war der Wendepunkt: Mit kleinen Veränderungen in Alltag und Haltung (auch im inneren Sinne) konnten die körperlichen Fortschritte langfristig stabilisiert werden.



Fazit: Mehr erkennen, gezielter begleiten

Die Kombination aus Dentosophie und Facereading bringt zusammen, was in der Praxis oft getrennt behandelt wird:

Körperliche Symptome und ihre emotionalen Ursachen.


Für Behandler:innen entsteht dadurch ein wertvoller Zusatzblick:

Sie erkennen nicht nur funktionelle Störungen – sondern auch, welche inneren Themen den Heilungsverlauf beeinflussen könnten. Das schafft mehr Verständnis, feinere Begleitung und oft auch nachhaltigere Ergebnisse.


Für Patient:innen bedeutet es:

Sie fühlen sich nicht auf ihre Beschwerden reduziert – sondern als ganzer Mensch gesehen. Facereading macht sichtbar, was im Inneren mitwirkt – und eröffnet Wege, sich selbst besser zu verstehen. Das schafft Klarheit – eine gute Voraussetzung für Veränderung.


Denn:

Ein schiefer Biss ist manchmal mehr als ein körperliches Problem.

Er kann ein Ausdruck sein – von alten Mustern, unterdrücktem Stress oder inneren Spannungsfeldern.

Wenn wir beides betrachten – den Körper und das, was ihn bewegt – entsteht Raum für positive Entwicklung.


Nicht nur funktionell – sondern menschlich. Und mit mehr innerer Stimmigkeit.

 

Wenn du mehr erfahren möchtest

Für Zahnärzt:innen:

Du arbeitest bereits dentosophisch oder interessierst dich für einen ganzheitlichen Blick auf deine Patienten? Lass uns sprechen, wenn du Facereading als wertvolle Ergänzung in deine Arbeit integrieren möchtest. Lass uns ins Gespräch kommen.


Für Patient:innen:

Du möchtest deine Dentosophie-Behandlung ganzheitlich begleiten?

Dann ist ein ergänzendes Facereading genau das Richtige für dich – um nicht nur am Kiefer, sondern auch an der Wurzel des Themas anzusetzen.


ZÄ Anita Beckmann erreichst du über Instagram: @myobalance.dental

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